...there can be no courage unless you are scared.

She's like the wind

(Von 8°C am Morgen und einem kranken Ben.)

Huch! Ich musste gerade feststellen, dass mein angefangener Eintrag ja gar nicht gespeichert wurde! Das heißt, ich muss nun aaaaalles nochmal schreiben.
Ein Glück, dass ich es nur zu vier Sätzen geschafft hatte.

Nun gut... hier hat der Winter Einzug gehalten und weckte uns Montag vor zwei Wochen mit frischen 8° C! Dank fehlender (eingebauter) Heizungen, bekommt man die 8° auch gut mit. (Ein paar Tage zuvor waren es doch noch +"xundzwanzig" Grad gewesen!)
Aufgrund des plötzlichen Temperaturfalls habe ich auch gleich meinen ersten und vermutlich einzigen neuseeländischen Schnupfen eingefangen. Juhu! ^^ Mittlerweile hat es sich aber definitiv gebessert, obwohl ich vorgestern Morgen kaum reden konnte dank der Schnupfen-begleitenden Heiserkeit. (Und Alana meinte nur "Did someone steal your voice over night?" )
Angefangen hat die Regenzeit mit ein paar Regentropfen, die sich multiplizierten und schließlich zu einem dreitägigen Dauerregen wurden, der einem zeigte, dass "starker Regen" immer noch stärker werden kann. Wieder was gelernt...
Nun regnet es wieder, obwohl gerade im Moment (*aus dem Fenster seh*) die Sonne zu scheinen scheint. Hm. Aber das Gras ist nass!

Aufgrund der Kälte war ich temporär wieder in Annes Zimmer eingezogen (die ist ja nun in Gwens Zimmer) , zog allerdings Donnerstag wieder aus, weil Arno (Larnés Bruder) in die WG einzog und das Zimmer erhielt.

"Mein" Bett steht nun im unteren Wohnzimmer und wir haben heute einen Vorhang gebastelt, der als Privatsphären-Trennung gelten soll. Außerdem habe ich den Morgen damit verbracht, ein wenig Ordnung zu schaffen, damit das Wohnzimmer nicht so unordentlich aussieht.

Der Probelauf beim Mittagessen-Verkaufen lief übrigens gut und ich arbeite nun seit zwei Wochen für 12 $ pro Stunde, wobei ich letzte Woche 16 $ mehr erhalten habe... als Bonus für Benzingeld oder so. Ich fahre nämlich jeden "Morgen" (zur angenehmen Uhrzeit von 10 ) nach Newmarket (= quer durch Auckland) und hole das Essen ab, was ich dann in Freemans Bay (Anfang von Auckland) in der Firma verkaufe.

Die Firma (eine Agentur die u.A. mit SkyT V (sowas wie Premiere) und Prime zusammenarbeitet, btw) ist echt nett und die Stimmung locker.
Von meinem Steintisch mit der Ware aus kann ich auch perfekt den großen Flachbildschirm-TV beobachten, auf dem den ganzen Tag MTV oder Musikvideos laufen. Hossa! ( Meist kann man nur den Kopf schütteln angesichts der gezeigten Dinge..)
Wenn ich mal genug vom Trash-TV habe, kann ich auch nach links zum Billardtisch sehen und Leute beim Spielen beobachten. Wenn sie denn spielen. Oft stehen sie nur rum und unterhalten sich.
Trotz der vielen Zeit, die die Mitarbeiter in der Küche und beim Poolspielen oder Fernsehen verbringen, wurde die Firma vorletzte Woche zur Agency of the Year 2008 gekürt. Hab' an dem Tag nicht allzu viel verkauft, weil sie, bevor ich kam, ein großes Frühstück zur Verfügung gestellt hatten.

Das hat auch einer der "Stammkunden" festgestellt, der irgendwann vorbeikam und bemerkte, dass ich ja wohl seit seinem ersten Besuch nicht allzu viel verkauft habe .. und mir riet, ich solle meine Verkaufsstrategie ändern.
Z.T. auch aufgrund der Hintergrundmusik (und weil sonst niemand im Raum war) hab ich dann so getan, als würde ich tanzen ("so getan" weil ich mir nicht viel Mühe gegeben habe) und "sang" 'Buy this delicious food! We've got great sandwiches - and Salad! And Pies!' - woraufhin der Kunde meinte, er sei nun definitiv zum Kaufen motiviert und ich solle das öfter machen. (Zeigt vllt auch, wie locker die Stimmung da ist. )
Trotzdem verschwand er ein paar Minuten später in der Küche, weil er zwar Hunger hatte aber nicht so richtig wusste, worauf er Appetit hat... also hat er Brot gegessen und mir anschließend mitgeteilt, dass das genau das richtige war.
Auf dem Weg aus der Kantine raus, drehte er sich um und verriet, dass er nun direkt ein schlechtes Gewissen hat, weil er mich zum Tanzen brachte aber gar nichts kaufte.
Ich droht an, dass "something's going to happen" wenn er beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge erwirbt. Außerdem wollte ich noch erwähnen, dass ich ja weiß wo er arbeitet ("I know where you work!" ... vergleichbar mit dem typischen "Ich weiß wo du wohnst!" ), aber da war er dann schon im Hof draußen.

Donnerstag morgen (vor einer Woche) hatte ich dann das tolle Erlebnis, dass mein Auto nicht ansprang und still blieb. Dachte mir gleich, dass es ein Problem mit dem Anlasser sein muss und fragte Caryl um Rat, die gleich vorbeikam und mich nach erfolglosem Versuch das Auto zum Starten zu bringen zur Arbeit fuhr. Nur konnte ich das Essen nicht abholen sondern musste es angeliefert bekommen. ..
Weil sie Nachmittags beschäftigt war, meinte sie, ich solle einfach mit dem Bus heimfahren. Okay, setze ich mich doch mal mit dem Bussystem Aucklands auseinander.
Erste Beobachtung: Wenn der Bus um 14:35 kommen soll, kommt er eher um 14:50, weil jeder neue Passagier beim Busfahrer ein Ticket kaufen oder abstempeln lassen muss. Bei 15 neuen Passagieren kann der Aufenthalt an einer Haltestelle somit sehr lang währen.
Beim Einsteigen antwortete ich auf die Frage des Busfahrers, dass ich zu 36 Beach Road muss und das in Castor Bay liegt. In Ordnung.
Ankommen sollte ich offiziell um 15:17, aber bei verspäteter Abfahrt dachte ich mir, dass es länger dauern könnte.
Als ich aber um 16:40 Uhr am falschen Ende der Beach Rd vom Busfahrer darauf hingewiesen wurde, dass das die letzte Haltestelle ist, war ich schon ein wenig überrascht (und brummelig) . Der Bus war in einem großen Bogen um die Beach Rd gefahren und eben erst bei Nr 1009 auf die gewünschte Straße gekommen.
Nun gut - der Busfahrer rät mir, den Hügel hochzulaufen und den richtigen Bus zu nehmen. Ist ja nicht so, dass der "richtige Bus" Nr 858 war und ich mich in Nr 858 befand... nein nein.
Da die Busse nicht allzu oft kommen (einmal pro Stunde o.ä.) kontaktierte ich Anne und Gwen und bat sie, mich auf der Beach Rd abzuholen, weil ich nicht den ganzen Weg nach Hause laufen will. Gwen antwortete, sie könne mich nach 17 Uhr abholen, also lief ich mal los... und wurde dann 5,5 km später von Gwen bei der East Coast Rd / Browns Bay Rd (!) Kreuzung abgeholt.
Herzlichen Glückwunsch, solltest du bemerkt haben, dass ich doch die Beach Road entlang lief und am Ende bei der Browns Bay Road landete. .. Die Beach Rd macht eine Linkskurve, während die BB Road geradeaus weiterläuft. Ich wunderte mich ja ein wenig, dass die Hausnummern auf einmal von 600 zu 123 wechselten, erkundigte mich aber nach einer Weile bei einer Dame die hinter mir lief und bekam versichert, dass es immernoch die Beach Road war.
War es aber eben nicht und so wurden noch ein paar zusätzliche SMS verschwendet um Gwen eben dazu zu bringen, nun zur Kreuzung zu kommen.
Um 17:45 Uhr war ich dann auch zu Hause!
Und kontaktierte Jeremy, weil der sich mit Autos auskennen soll. Er verabredete, am nächsten Morgen vorbeizukommen und sich den Anlasser anzusehen. (Brant konnte ihn im Halbdunkeln nicht finden...)
Freitag Morgen um kurz vor 9 stand also Jeremy vor der Tür und noch während ich ein paar Minuten später den Schlüssel Zündschloss umdrehte, meinte ich schon, dass es typischerweise nun vermutlich einfach wieder läuft.. und siehe da, ich hatte Recht. Jeremy hat sich also ganz umsonst auf den weiten Weg zu meinem Auto begeben.
Abends war ich allerdings kurz bei Caryl zu Besuch und traf auf Jim, der mir riet, dem Anlasser beim nächsten Mal einfach einen Stoß zu geben, damit die Feder sich wieder löst (weil sie vermutlich einfach steckenbleibt).
Aber gut - das Auto lief wieder und lief und lief und lief... und Sonntag Abend wollte ich zur Gemeinde und es läuft nicht. Einen Anruf bei Jeremy später weiß ich, wie ich den Anlasser finde, gebe ihm einen Stoß und das Auto macht wieder Geräusche, startet aber nicht.
Ein paar Stunden später sieht sich Clayton (Annes Exfreund) den Wagen an und stellt fest, dass die Batterie "so gut wie tot" ist. Damit ich am nächsten Tag zur Arbeit komme, luden wir die Batterie über Nacht auf und testeten sie morgens. Auto lief auch wieder. Puh. Mehr oder weniger zumindest!
Denn auf dem Heimweg fuhr ich noch zu einem Kurzwarenladen und hatte das Problem, dass Ben nach dem Einkauf nicht mehr starten wollte. Es halfen auch keine Stöße gegen den Anlasser.
Oder zumindest keine "sanften". .. Erst nach einem sehr kräftigen sprang Ben wieder an und ich machte mich sofort auf den Weg zur AA (neuseeländischer ADAC), weil die u.a. auch kostenlose Batterietests anboten.
Beim Testen kam heraus, dass die Batterie gerade mal 1% (wasauchimmer) übrig hat, die AA aber jedem mit weniger als 25% dazu rät, eine neue Batterie zu besorgen.
Ich berichtete auch von dem Problem mit dem Anlasser und wurde gleich von Ben unterstützt, weil er wieder nicht starten wollte! Der Prüfer meinte, ich solle zu einem Auto-Elektriker, also fuhr ich nach erneutem Stoß (diesmal durch den Prüfer) zur nahegelegenen Werkstatt, die mir Jeremy am Morgen schon empfohlen hatte.

Die Leute da versprachen mir, den Wagen über Nacht zu reparieren und ich ließ mich von Anne abholen und nach Hause fahren. (Sowie am nächsten Morgen zurück zur Werkstatt, wo ich einen bestens funktionierenden Ben abholte... und gleich noch eine Batterie besorgte, die ich dann nach der Arbeit einbaute.)

Hrch.. und Dienstag Abend lacht sich Bourne kaputt, weil mein Auto wieder kaputt war. (Aus irgendeinem Grund amüsiert ihn das tierisch...)

Nunja... abgesehen von einem kranken Ben und der Arbeit war ich auch noch mit Netballspielen beschäftigt... wobei die letzten Spiele beide nicht gut waren.
Obwohl ich letztes Mal ja schrieb, ich hatte ein paar relativ gute Treffer und wurde deshalb zum Goal Shoot ernannt, funktionierte das vorletzte Woche kaum.
Diese Woche wars dann soweit, dass ich vom Goalkeeper des gegnerischen Teams gefragt wurde, weshalb mir meine Teammitglieder nie den Ball überlassen, obwohl ich doch frei sei. Nunja. *hrm*
Nach dem zweiten Viertel wurde mir dann auch eine neue Position zugeteilt (Wing Defense).. bekam den Ball aber immernoch nicht allzu oft zu sehen.
Aber es sind ja "nur noch" zwei Wochen in denen wir spielen.

Diese Woche Donnerstag fuhr ich Abends mit Alana zur Bay of Islands, im Norden der Nordinsel (ca. 4 Stunden von Auckland entfernt) und besuchte mit ihr ihren Vater.
Da versuchte ich auch, den Blogeintrag zu vervollständigen (aufgrund von trüben Wetter waren wir nicht allzu viel draußen..), dank vergessenem Ladekabel schaltete sich der Laptop aber ohne Vorwarnung einfach aus während ich gerade zum Speichern wollte. Also war der Eintrag wieder weg..

Freitag Morgen sind Alana und ich in die Innenstadt von Russell (kleines Städtchen) gelaufen, weil dort eine ANZAC-Day-Parade stattfand und wir die beobachten wollten.
ANZAC-Day ist hier ein wichtiger Feiertag (und auch der Grund, weshalb wir überhaupt übers Wochenende wegfahren konnten.. ), weil er den Gefallenen eines bestimmten Armeekorps im 1.WK gedenkt. (und wenn man schon dabei ist, dann kann man ja auch noch den Gefallenen des zweiten Weltkrieges gedenken..).
Nach der Parade (so um 1 Uhr) frühstückten wir dann auch endlich mal ( ) nachdem wir Fotos von Schmetterlingen gemacht hatten. Nachmittags begaben wir uns dann mit Richard (Alanas Vater) auf seine Yacht und segelten ein wenig.
Obwohl es bei den Bay of Islands viele viele Delfine geben soll, hatte ich nicht das Glück einen zu Gesicht zu bekommen, allerdings sahen wir drei Blaue Pinguine und viele viele viele Muscheln an Basalt "felsen", die Überbleibsel eines Unterwasservulkanausbruchen waren (die Felsen, nicht die Muscheln).
Bevor wir uns wieder zurück nach Russell begaben, pflückten wir noch so um die 60 Muscheln um sie Abends als Teil des Abendessens zuzubereiten. Richard nannte das dann "Nature's Mall, Alley Five: Mussels"

Am Samstag fuhren wir zu Hot Springs, mit viel Schwefelgeruch der Kleidung ziemlich "runiniert" weil man ihn tagelang nicht mehr rausbekommt.
Allgemein fand' ich persönlich den Aufenthalt bei den Bay of Islands übrigens nicht einmal sooo toll, weil dauernd eine sehr gespannte Stimmung herrschte, die aufgrund fehlender Kommunikation aufkam.
Es kam auch des Öfteren zu ähnlichen Vorfällen wie bei den Hot Springs, 'wo ich in einem der Becken saß und nicht sehen konnte, was Alana und Richard machen, nur irgendwann beobachtete, wie Richard umgezogen (wieder in T-Shirt ) rumlief. Ich dachte mir, vielleicht war es ihm einfach zu warm und er hat keine Lust mehr im Wasser zu sein. Also blieb ich weiter im Becken bis 10-15 Minuten später Alana auf einmal angerannt kam und meinte "Wir wollen losfahren! Schnell, zieh dich um!" .. woraufhin ich mich halt sehr beeilen musste.
Derartige "Ohne Vorwarnung" Fälle gab es eben, wie erwähnt, relativ oft, was auch Alana ein wenig auf die Nerven ging.
Alana meinte auf dem Rückweg zusätzlich, dass ihr Vater einem oft das Gefühl gibt, man hätte irgendetwas falsch gemacht, teilt einem aber nicht mit, was es ist... demnach waren wir beide auch die ganze Zeit ein wenig "anxious". *seufz*
Trotz "Chillout" Musik übrigens, die den ganzen Tag rund um die Uhr (selbst auf der Yacht) lief und einem langsam auf den Geist ging. Habe es irgendwann geschafft, klassische Musik durchzusetzen. *hihi*

<><>
Achja! Wenn man ja schonmal bei den Bay of Islands ist, muss man natürlich auch bei der Hundertwasser -Toilette vorbei... und Fotos machen.
Dank zugesandtem Kabel kann ich die nun auch wieder zeigen!


Nun gut.. jetzt mache ich mich mal auf die häufige Suche nach Essen und versuche noch einen der ausgeliehenen Filme zu sehen, bevor ich sie Dienstag zurückgeben muss.

Cheers!

P.S.: Zum Wohle der Eitelkeit.. und um euch mal wieder ein Gesicht zu den ganzen Worten zu geben.. tada !

23.4.08 13:25
 


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