...there can be no courage unless you are scared.

Der lang ersehnte Tag (und andere Geschichtchen)

Es ist geschehen! Am Samstag fand endlich die lang ersehnte und viel geplante Feier anlässlich Larnés 21 Geburtstages statt!
Und - ich habe ausnahmsweise mal ein paar Minütchen "für mich" zwischen Arbeiten, Organisieren und Kreieren.

Aber eins nach dem anderen.

Der Job Freitag vor einer Woche war recht lustig, weil die Leute nicht wollten, dass jemand weiß, dass Catering bestellt wurde. Also hatte ich quasi den Status "Nachbars Tochter" und durfte Essen rumtragen, hin und wieder Getränke nachfüllen und letztlich abwaschen. Um halb elf saß ich dann im Auto auf dem Heimweg nach Hause und stellte dort fest, dass eine kleine Gruppe Leute im Wohnzimmer saß und "Apocalypto" ansah - den hatte ich Dienstag zuvor ausgeliehen um mal reinzusehen. Offensichtlich ist das ein sehr brutaler Film, und nun bekam ich ein paar Kommentare, dass ich einen "interessanten" Geschmack habe. ;D (Max meinte vorgestern, die Filmauswahl ist ja sehr "Un-Ulli", woraufhin ich wissen wollte, welches Genre er mir den zuteilen würde. Konnte er dann nicht beantworten. ^.~ )
Samstag Morgen gings dann zur Synagoge von Auckland zum Kiddush, wobei meine Aufgabe diesmal nach dem Aufbau darin bestand, dafür zu sorgen, dass das Büffet immer ordentlich aussieht.
Um halb 3 oder so gings endlich nach Hause (ich hatte überhaupt keinen Enthusiasmus, nach der Veranstaltung auch noch aufzuräumen...), allerdings nur, damit ich um 18 Uhr hier in der Gegend zum zweiten Teil der Bat Mitzvah fahren konnte.
Die eigentliche Feier fand in einem seeehr luxuriösen Haus am Strand statt - die Besitzer haben auch mal kurz das Strandhaus nebenan gekauft und zum "Kinder-Haus" ernannt, d.h. die Kinder sollten sich während der Feier dort aufhalten, während die Erwachsenen im großen Wohnzimmer oder auf der Veranda standen, die mithilfe großer "Segel" vom Strand abgeschirmt war. Es gab eine Band die für Hintergrundmusik sorgte und einen Zauberer, der die Gäste unterhielt. Als ich den entdeckte, dachte ich erst, er gehört zu den Gästen und hat halt einfach seine Karten und so aus Spaß mitgebracht .. aber er meinte später zu mir, er könne gerade nichts essen, weil er ja nicht fürs Essen sondern fürs Tricksen bezahlt wird. ( Aha! )
Interessant fand ich bei meiner Ankunft, dass einer der Söhne (vllt 16 ? ) seine Mutter tatsächlich mit "Mother" ansprach.. sehr förmlich. ^^

Nun gut. Wir servierten Essen, räumten auf und ich war überrascht, dass die Zeit doch relativ schnell vorüber ging. Zuvor hatte ich in Erfahrung gebracht, dass wir mindestens bis halb 12 arbeiten müssen, obwohl es vorher mal hieß, es ist ein "vier Stunden Job". War nicht so begeistert, weil ich ja schon morgens nicht so wirklich Lust und auch schon am Abend zuvor gearbeitet hatte.
War dann, wie gesagt, relativ überrascht, als es auf einmal schon halb 10 war. Juhu!
Die Musik war auch schön, ebenso wie die eigentliche Zeremonie, in der die 12-Jährige, die ihre Bat Mitzvah hatte , zum ersten Mal einen bestimmten Segen (oder so) melodisch aussprach und alle Gäste den Refrain sangen. Hui.

Und um halb 12 war ich dann damit fertig, mit Aprils Hilfe das Kids-Haus aufzuräumen und durfte nach Hause. Yay!
April kam mit Arlene (die, von Relish, mit der ich November arbeitete) und unterhielt sich hin und wieder mit mir, wobei wir feststellten, dass wir einige übereinstimmende Punkte bzgl. des Charakters haben. ^^

Nachdem ich Sonntag mal so etwas wie ausschlief, bin ich Nachmittags zum WG-Einkaufen gefahren, was bis nahezu 18 Uhr dauerte und mich ziemlich ermüdete. Bin aber dennoch gleich danach zur Gemeinde.

Montag fing Annes neue Schicht im Krankenhaus an, das heißt, sie musste um kurz nach 5 aufstehen und um 6 aus dem Haus.
Weil ich ja nur einen Vorhang als Absperrung habe, bekam ich das dann auch mit, wachte also um halb 6 auf und konnte nicht mehr einschlafen. Möp. Und das, nachdem ich Sonntag Abend relativ lang auf war.

Aber was soll man machen. Eigentlich hatte ich geplant, an dem Tag (ihr Geburtstag), Larnés Geschenk zu vollenden und zu ihr zu bringen, nur veränderte sich mein Gesundheitszustand im Laufe des Vormittags, so dass ich die Arbeit früher beenden musste und danach direkt nach Hause fuhr, nur um mich aufs Sofa zu legen und die Kopfschmerzen zu ignorieren. Zuzüglich zu der Kälte, die im Wohnzimmer herrschte.
Hya, Abends wollte ich dennoch zum Mandarin-Kurs... also habe ich meine Ami-Schmerztabletten ausgepackt und saß eine halbe Stunde später im Mandarinkurs, der diesmal seeehr hektisch war. Habe kaum etwas mitbekommen, weil das so schnell ging. Aber wir sahen eine Webseite an, auf der man sich die Aussprache vorsprechen lassen kann - sehr hilfreich.

Nachdem die Tablette auch nach dem Kurs noch half, konnte ich endlich mal so richtig viel essen. Mittags hatte ich es nicht geschafft, weil mein Kopf dermaßen pochte, dass ich mich nicht soviel bewegen wollte und demnach auch nur ein paar Kleinigkeiten aß.

Und Dienstag gings zur Arbeit. Abends zum Hauskreis, zuvor aber bei Katharina vorbei, um das Kleid abzuholen. Wir stellten fest, dass der Tüll am Rücken bei mir ungünstigerweise nicht nur bis zu den Nieren sondern tiefer geht, ich also definitiv etwas schwarzes unten drunter anziehen sollte. (Katharina meinte, ich hätte zwei Optionen: Entweder ein langes, schwarzes T-Shirt oder einfach gar nichts unten drunter anziehen. :p Letzteres ist doch perfekt für eine christliche Familienfeier. ^^ )

Mittwoch bestand aus Arbeiten, Larnés Geschenk basteln und Japanisch Kurs. Nur zweimal kurz Kopfweh.

Donnerstag stand ich um 6 Uhr auf, um gleich nach dem Frühstück, also um halb 7 zu Caryl zu fahren und ihr bei einer Powerpoint-Präsentation zu helfen, die sie für Larnés Feier brauchte, wovon diese aber nichts mitbekommen durfte. Da Larné die gleiche Schicht wie Anne arbeitete, bedeutete das, die einzige Möglichkeit, ohne Larnés Wissen irgendwas bei ihr zu Hause zu basteln, war morgens.
Also arbeitete ich von 7 bis 10:20 Uhr an der Präsentation und raste anschließend zur Arbeit. Danach wollte ich mich mit Nick treffen, das haute aber nicht hin, also ging es zurück zu Caryl, wo ich zur Ablenkung/Täuschung Larnés ein wenig Klavier spielte und dann an der Präsentation weiterarbeitete. Das dauerte schließlich so lang, dass ich zum Essen blieb und dort auf Arno traf, der zu Besuch war.

Freitag wollte ich nach der Arbeit mal einen ganz ruhigen, harmlosen Tag haben, um mal durchzuatmen.... war allerdings mit Larnés Geschenk beschäftigt (ich gab ihr 12 Umschläge, einen pro Monat, nur dauerte es sehr lang, die Monatsnamen auf die Umschläge zu zeichnen, weil ich die bildhaft darstellte. "February" bestand z.B. unter Anderem aus einem Elefantenkopf (e), einem Strauß (b), einem hockenden Affen (a), einer Eidechse (u) und einem Antilopenkopf (y) ).
Abends meinte Arno dann auf einmal, dass sie Bowlen gehen, und ob ich nicht mitwill, er lädt mich ein. Hm... na gut, dauert ja nicht so lang, d.h. ich kann immernoch relativ früh ins Bett.

Nur wurde aus dem Bowling nichts weil die Bahnen ausgebucht waren, und wir verbrachten zusammen mit Larné, Jacques und Jan (ihr Cousin) eine Stunde in einer Bar bevor Arno, Larné und ich dann ins Kino gingen und "21" ansahen. Ich vermute, der Film wäre noch interessanter, wenn ich Blackjack verstehen würde. :D

Samstag bereiteten wir uns auf Larnés Feier vor, wobei ich auf einmal Anne dazu überreden konnte, mir eines ihrer zwei neuen Kleider auszuleihen, so dass ich am Ende gar nicht Katharinas Kleid trug.

Und Abends ging es endlich, endlich, endlich zur Feier und ich kann erstmal nur zusammenfassen, dass ich sie sehr schön fand. Das Thema war "Business", also wurde das ganze ein wenig als "Business-Meeting" gestaltet. Wir spielten ein Spiel namens "Pit" (ähnlich "Quick 7", sollte das hier noch irgendwer kennen ... ), es gab eine Tanzaufführung und zwei Freunde Larnés sangen ein paar Lieder (sind offensichtlich eine Band die auch im Radio zu hören ist... ).
Meine "Werbung" mit Larné (die PPP) wurde ebenfalls vorgeführt und ich bekam anschließend sogar eine Rose als Dankeschön für die Arbeit.
Es gab ein paar Reden und leckeres Essen (Kürbis-Curry-Suppe, z.B. ). Außerdem habe ich Arlene getroffen und mich ein wenig u.a. mit Jim unterhalten.

Kurz vor absolutem Ende packte Larné noch ein Geschenk von einem Freund aus Wellington aus - es entpuppte sich als alt-wirkende Uhr mit Widmung. Sehr hübsch.

Arno, Anne und ich verbrachten zu Hause noch ein paar Stunden mit Reden und Tee-trinken bevor wir um halb 2 in unsere Betten fielen.

War richtig schockierend, wie schnell der Abend vorüber war. Speziell, da er doch so lang herbeigesehnt wurde. ^^
(Ich brauche auch so eine Feier.*hint hint* )

Hier allerdings ein kurzer Ausschnitt aus Caryls Rede: "I always told her, there still have to be some things not done at her 21st as that's not her wedding. She always answered "We're practicing, mom". ^^ Wie wahr.

Sonntag ging es Nachmittags zum Arbeiten auf einer Gedenkveranstaltung in der Auckland District Law Society (oder so), wo ich die meiste Zeit damit verbrachte, untätig neben einem Haufen Tassen zu stehen und darauf zu warten, dass jemand kommt, der Kaffee oder Tee will.
Abends war Gottesdienst (und ich erhielt zum zweiten Mal an dem Wochenende ein Kompliment seitens Bourne ) und heute Morgen um 7 Uhr stand ich auf um um 8 Uhr bei Fowlers mit Zitronenkuchen-Backen anzufangen.
Lief alles ganz gut, und es war recht lustig, weil außer Margaret und Laura niemand wusste, das ich vorbeikomme, und die anderen demnach sehr überrascht waren, dass da jemand in ihrer Backkammer steht. ;D (Jim "begrüßte" mich mit den Worten: Who is this?; und erkannte mich erst, als ich mich umdrehte um zu antworten. :p )

Um 12:30Uhr fing Caryls Feier an, die quasi aus einer Zusammenkunft von Freunden und Familie bestand. Jeder brachte sein "liebstes vegetarisches Gericht" mit (Kartoffelgratin meinerseits.. ) und wir sahen uns einen "Stummfilm" mit der einjährigen Caryl an, den diese gar nicht kannte. Anschließend gab es ein paar Reden (inklusive von Larné, Jacques und Arno, wobei die letzteren beiden das mehr oder weniger nur aus Zwang taten ).

Nach den Reden meinte Eddy ungünstigerweise scherzhaft "Speeches are over - you may go now.", weil auf einmal alle den Saal verließen. Aufgeräumt wurde natürlich auch noch, nur meinte Caryl, sie dachte eigentlich, es gäbe noch Kaffee und Tee oder so. Allerdings mussten ihre Schwestern mitsamt Familien sowieso relativ früh gehen, also war es dann doch nicht so "schlimm".

An den Wänden hingen übrigens Poster mit Bildern zu bestimmten Themen Caryl betreffend. So gab es z.B. ein Poster mit Fotos von ihrer Familie, Fotos von ihr als Kind, Fotos von ihren Arbeitsplätzen und noch zwei Zeitungsausschnitte von einem Wettbewerb den sie mal als Studentin gewonnen hat.

Montag Nachmittag verbrachte ich dann, nachdem ich Jacques nach Hause gebracht hatte, mit Blog-schreiben, ließ aber den letzten Absatz weg, weil ich nach zwei Stunden tippen keine Lust mehr hatte und telefonieren musste. ^^ (Aber nun arbeite ich ja weiter...)

Dienstag war ich arbeiten und Abends bei Life-Group, wo ich anfing "The Visit" von Adrian Plass vorzulesen. Wir hörten allerdings mitten im vierten Kapitel auf weil es hieß, das Gehörte müsse erstmal verdaut werden, ich darf aber den Rest nächste Woche vorlesen. Mir fiel nur auf, dass leider ein ganzes Stück der Geschichte fehl.

Mittwoch, also gestern, ging es wieder arbeiten und Nachmittags sorgte ich mal für Sauberkeit und Ordnung im Innenraum meines Bens bevor ich Abends zum Japanischkurs flitzte - und feststellte, dass mein Mandarin-Lehrer dort als Schüler angefangen hat. *hihi*
Kurs war nett (Mandarin am Montag wurde aufgrund von Queen's Birthday-Feiertag verschoben), obwohl ich die Sätze mal relativ schwer fand. Aber ich konnte mir das einfach nicht so schnell merken. (Noriko-San* meinte danach allerdings, ich hätte eine tolle Aussprache und sie beneidet mich darum, weil sie das gern mit Englisch hätte... ^^ )

Nun gut... heute gings zur Arbeit (Überraschung) und anschließend zu Fowlers, wo ich mich mit Margaret unterhielt und Klavier spielte, sowie ein Foto von Pukekos machte (Purpurhühner)... die bei Fowlers dauernd durch den Garten stolzieren. (Die Hühner, nicht die Fotos. )
Nach dem Abendessen ging es mit Max zu Bourne, der kürzlich umgezogen ist und nun in seiner neuen Wohnung zum Videoabend einlud. Wir sahen Mr.&Mrs. Smith. Daraufhin gings nach Hause und ich forschte endlich einmal nach meinem Geldbeutel, den ich heute morgen in der Arbeit vermisste.
Wortwörtlich "Gott sei dank" fand ich den nach einigem Gesuche (inklusive mitten in der Nacht Auto durchforsten..) endlich. War richtig erleichtert. (Wollte nicht unbedingt so kurz vor Abreise noch Karten sperren müssen... )

Beim Suchen entdeckte ich dann noch eine Whitetail-Spinne , die einzige, für Menschen gefährliche Spinne Neuseelands, die gerade dabei war meinen Vorhang hochzuklettern. o.ô


Und nun bin ich müüüüüüüde und rufe noch kurz bei der Lufthansa an bevor ich dann mal sehe, wie kalt die Nacht heute wird. Gestern war es offensichtlich so kalt, dass es morgens sogar Frost gab. Hui.

Noch ein paar Fotos vom Wochenende:

Anne & Me
"The Relish Group " = Laura, Larné, Arlene, Me
Die Halle
Afrikanische Tiere (abgesehen vom Tiger)
"Mein " Kleid

* wir sollen sie natürlich nicht Frau Noriko / Ms Noriko, sondern eben Noriko-San nennen...

P.S.: Hamish war relativ schockiert als er hörte, ich höre in nun 2 Wochen auf zu arbeiten. Mittlerweile meint er aber, er hört dann ganz mit diesem "Zweig" seiner Arbeit auf, weil das sich nicht rentiert.
P.P.S.: Ich vergaß - Dienstag Nachmittag war ich ja, nachdem ich das Geschenk fertig gebastelt hatte, noch bei Caryl um es ihr zu übergeben. Sie schlug vor, dass ich doch für meinen 21. Geburtstag nach Neuseeland kommen könnte - sie würde dann für eine große Party sorgen, diesmal aber mithilfe aller Leute die mich auch kennen. ... Margaret meinte heute, "we've got to have a big party for your farewell! " ... Soviele "big party"s ^^;

5.6.08 14:36
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stephanie (5.6.08 15:48)
Haha, und die nächste "big party" musst du dann feiern, wenn du wieder da bist!
"Dein" Kleid sah übrigens sehr schick aus und ich glaube, es hat deine Frisur gut getan, dass diesmal nicht ich diejenige war, die mit dem Lockenstab daran herumgefuchtelt hat. ;-)
Na dann, ich wüsche dir noch ein paar schöne Wochen und freue mich schon jetzt total auf deine Rückkehr und auf Windberg,
ciao, Stephanie
P.S. Viele Grüße auch von Sheepy, der mich zu meinem letzten Praktikum ins tiefste Bayern begleitet hat. (Wo mir erzählt wurde, das München NICHT zu Bayerm gehört ;-))

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